Projekte 2012

Stadtteilfonds Projekte

 

Die Informationen zu den bisher durchgeführten Projekten wurden von der ehemaligen Seite  "Soziale Stadt Elmshorn-Hainholz" rekonstruiert.

Diese Projekte wurden finanziell gefördert von der Stadt Elmshorn und von der Fa. TAG Immobilien AG. Die Durchführung wurde ehrenamtlich oder mit kleiner Aufwandsentschädigung möglich gemacht.

 

 

Reiten und Voltigieren mit Grundschulkindern und Kindern im Elementarbereich zur Förderung der Körperkoordination
Im Zeitraum vom 12.01.2012 bis Mitte Dezember 2012 erlernten zahlreiche Mädchen und Jungen unterschiedlicher Nationalität im Grundschul- und Kindergartenalter wöchentlich das Reiten und Voltigieren auf einem Reiterhof.

Hierzu gehörte auch die Pferdepflege, durch die die Kinder den Umgang mit den Tieren erlernten und Vertrauen aufbauen konnten. Das Reiten und vor allem das Voltigieren verbesserte deutlich ihre motorischen Fähigkeiten, den Gleichgewichtssinn sowie das Körpergefühl. Auch konnte vereinzelt eine bessere Leistungsfähigkeit im schulischen Bereich durch eine Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit der Kinder beobachtet werden. Da die Kinder sich beim Reiten abwechseln mussten, lernten sie außerdem, die nötige Geduld aufzubringen und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Eine hilfreiche Eigenschaft im weiteren Leben.
Das Projekt fand insgesamt großen Anklang bei den Kindern aus dem Stadtteil.

 

Technisches Werken für den Stadtteil
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 8 der Paul-Dohrmann-Schule erhielten in dem Projekt des Stadtteilvereins Elmshorn Hainholz e. V., welches in Kooperation mit der Paul-Dohrmann-Schule durchgeführt wurde, die Möglichkeit, komplexere Werkstücke aus den Segmenten Holz, Gießton und Metall anzufertigen.

Handwerkliche Fähigkeiten wurden ebenso geschult wie das Durchhaltvermögen sowie Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen, womit deren Beschäftigungspotentiale gefördert werden konnten.

Die Jugendlichen stellten während der Projektlaufzeit sowohl Produkte für sich selber als auch konkrete Aufträge aus den verschiedenen Einrichtungen des Stadtteils her. Stövchen, Oster- und Weihnachtsdekoration sowie Mobiles entstanden; das Logo des Stadtteilvereins und Miniatur-Elmshörner wurden hergestellt. Außerdem renovierten die Schülerinnen und Schüler den Schaukasten der AWO.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten hierdurch ihren Stadtteil, insbesondere den Stadtteilverein und das Haus der Begegnung, besser kennen und bauten so eine besondere Bindung auf.

 

Gedächtnistraining für Erwachsene
Um die Funktionen des Gehirns von Erwachsenen insbesondere in Bezug auf das Gedächtnis zu trainieren, wurden in diesem Projekt unterschiedliche Übungen durchgeführt, um die Bereiche Wortfindung, Wahrnehmung, Formulierung, Merk- und Denkfähigkeit, Kreativität und Konzentration zu fördern. Ein besonderes Highlight stellte dabei die Aufbereitung eines Gedächtnisparcours für den Wintermarkt 2012 sowie ein "Denkspaziergang" durch den Stadtteil dar, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Dinge aus der Umgebung von A bis Z zu suchen hatten.

Das Projekt, welches regelmäßig in den Räumlichkeiten des Hauses der Begegnung stattgefunden hat, wurde gut angenommen. Die geistigen Fähigkeiten der motiviert teilnehmenden Erwachsenen wurden durch das Gedächtnistraining gestärkt. Nebenbei konnte aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch viel Interessantes und Neues voneinander gelernt werden.

 

Wir lernen unsere Stadtteilbücherei kennen
Um das Interesse am Lesen zu fördern, Sprachkompetenzen zu verbessern und eine Bindung der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner an die Bücherei zu schaffen, sind im Rahmen dieses Projektes mit Rallyes von Sprachintegrationskursen durch die Bücherei, einem Poesienachmittag und einem Bilderbuchkino für Familien unterschiedliche Veranstaltungen in der Stadtteilbücherei durchgeführt worden.
Im Rahmen der Rallyes wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Integrationskursen in die Bücherei geführt, wo sie das Angebot der Bücherei kennenlernten und eine erste Orientierung in den Räumlichkeiten bekamen. Anschließend mussten sie im Büchereikatalog recherchieren und in Koch- und Wörterbüchern blättern, um die Fragen der vorbereiteten Rallye beantworten zu können.
Beim Poesienachmittag, bei dessen Vorbereitung fleißig mitgeholfen wurde, trugen Eltern und Kinder ihre Lieblingsgedichte in der Herkunfts- oder in der deutschen Sprache vor. Hierdurch wurde die Sprache geübt und das Selbstbewusstsein der Kinder und der Eltern gestärkt. Kinder bastelten zum Abschluss des Nachmittags ein Lesezeichen, welches sie zur Erinnerung mitnehmen konnten.
Frauen und Kinder verschiedener Herkunft planten darüber hinaus ein Bilderbuchkino, bei dem Bilder des Kinderbuchs "Gustav will ein großes Eis" auf Leinwand projiziert wurden, während in verschiedenen Sprachen die dazugehörige Geschichte erzählt wurde. Beim lebhaften Austausch wurde festgesellt, dass viele Bücher international bekannt sind.
Insgesamt hat das Projekt dazu beigetragen, dass die Bücherei den ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern näher gebracht werden konnte. Hemmschwellen gegenüber dem Aufsuchen der Bücherei konnten abgebaut werden. Mehrere Leseausweise wurden beantragt.

 

Rhythmisches Treibgut
In diesem Projekt erlernten Kinder von 6 bis 12 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern das Trommeln. Außerdem wurden verschiedene Percussions kennengelernt und ausprobiert.
Damit jeder mitmachen konnte, wurde mit einfachen Rhythmen gestartet. Langsam entstanden variable und ein wenig komplexere Rhythmen, bei denen sich jeder auf seine Weise und mit seinem Können einbringen konnte. Schließlich wurde auch ein komplettes Musikstück gespielt, in das unterschiedliche Percussions eingebracht wurden. Während der Laufzeit des Projektes spielten die Familien auch einen Becher-Rap auf den Trommeln und setzten ihren Körper ein, um Rhythmen und Klänge zu erzeugen (Bodypercussion). Ein Höhepunkt für die Kinder stellte das Basteln eines Regenmachers dar, welcher mit nach Hause genommen werden konnte und mit dem die Kinder nun nach Lust und Laune Lieder begleiten können. Zum Abschluss trommelte die Gruppe auf dem Wintermarkt 2012 und wurde dabei tänzerisch durch eine Bauchtanzgruppe unterstützt.
Das gemeinsame Musizieren förderte das Gemeinschaftsgefühl, die Konzentration, Kreativität, Koordination und das Rhythmusgefühl. Zudem lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufeinander zu achten und Rücksicht aufeinander zu nehmen.

 

Sprach-Spiel-Werkstatt
In der Sprach-Spiel-Werkstatt wurde von Frauen unterschiedlicher Nationalität ein Stadtteilspiel entwickelt. Nach dem Ausprobieren zahlreicher bekannter Kindersprach-, Reim- und Erzählspiele einigten sich die Teilnehmerinnen auf ein gemeinsames Konzept für das zu entwickelnde Gesellschaftsspiel für MitspielerInnen von 6 - 99 Jahren, welches eine Mischung von "Mensch ärgere dich nicht" und "Monopoly" darstellt. In dem Spiel werden Neubürger eingeladen, den Stadtteil zu erkunden. Der Sieger erhält eine schöne Wohnung in Hainholz. Ein Spielplan, welcher den Stadtteil mit seinen Einrichtungen darstellt, wurde gestaltet, Spielaufgaben und Spielsteine erarbeitet. Gerade die Entwicklung der Ereigniskarten, wie zum Beispiel "Hurra, das Stadtteilfest ist wieder da mit einem tollen Programm wie jedes Jahr. Gehe zum Stadtteilverein ins Haus der Begegnung und biete deine Mithilfe an", forderten die Kreativität und die Phantasie der Frauen. Aus Gesprächen mit der Geschichtswerkstatt heraus wurde zudem mit der Abbildung des alten Hainholz auf der Rückseite des Spielplans eine zusätzliche Spielvariante geschaffen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten durch die Entwicklung des Spielplans und der Ausgestaltung der Ereigniskarten den Stadtteil und die verschiedenen Angebote, Vereine, Verbände und Institutionen besser kennen und setzten sich intensiv mit ihm auseinander, wodurch eine besondere Bindung zum Stadtteil entstanden ist. Sie entdeckten Möglichkeiten, wie sie sich selbst sozial im Stadtteil engagieren können. Ihr kreatives Potential wurde gestärkt und ihre Sprachkompetenz verbessert.

 

Crazy Kids - durch Spaß, Sport und Spiel ausgeglichen ins Ziel
Kinder weisen zunehmend ein mangelhaftes Körpergefühl auf. Aus diesem Grund führte das Beratungs- und Therapiezentrum der AWO in Kooperation mit der Betreuung an der Grundschule Hainholz ein Bewegungstraining mit Schülerinnen und Schüler der Grundschule durch. Wöchentlich wurden in den Sporträumen des Hauses der Begegnung entsprechende Übungen mit 10 - 12 Schülerinnen und Schülern durchgeführt, um die Körperwahrnehmung, Bewegungsabläufe und die Motorik dieser Kinder zu stärken.
Bewegungs- und Koordinationsspiele wie Laufpuzzle, Fußticker, Krebsfußball oder Mattenticker konnten in der Gruppe gespielt werden. Für das Projekt wurden mehrere Turnmatten und zwei Weichbodenmatten angeschafft, welche nun auch anderen Nutzern des Hauses der Begegnung nach Absprache zur Verfügung stehen.
Durch das Bewegungstraining wurden die Einhaltung von Grenzen und Regeln geübt, natürliche Reflexe der Kinder gefördert und das Körpergefühl sowie die Motorik geschult. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten die Räume des Hauses der Begegnung kennen und konnten einen Bezug zu ihnen aufbauen.

 

Floristik und kreatives Gestalten mit Frauen aus Hainholz
Im Zeitraum von September bis Dezember 2012 erhielten Frauen aus Hainholz im Haus der Begegnung eine Einführung in die Floristik. Mit großem Interesse erlernten sie durch praktische Übungen das Binden von Sträußen und Gestecken. Hierbei wurden Kenntnisse in der Farblehre und Gestaltunggrundsätze vermittelt. Zum Abschluss präsentierten die Teilnehmerinnen die Ergebnisse des Projektes auf dem Wintermarkt.

Durch das Projekt konnten die Teilnehmerinnen aus dem Stadtteil zusammengeführt werden. Erste Kontakte wurden geknüpft. Zudem lernten sie das Haus der Begegnung als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte kennen und entdeckten eigene Fähigkeiten.

 

Homepage für Elmshorn-Hainholz
Um Bewohnerinnen und Bewohner von Hainholz umfangreich über Angebote und Aktivitäten im Stadtteil zu informieren, wurde innerhalb dieses Projektes eine bürgernahe Homepage für Hainholz erstellt. Artikel des Hainholzer Boten sind abgebildet, ein Veranstaltungskalender integriert, Informationen zu Vereinen und Verbänden eingebunden.

Die Homepage soll dazu beitragen, dass Bewohnerinnen und Bewohner einen stärkeren Bezug zum Stadtteil Hainholz aufbauen. Sie sollen motiviert werden, mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Einrichtungen des Stadtteils in Kontakt zu treten und Angebote wahrzunehmen.

Die jeweiligen Informationen werden durch ehrenamtliche Redakteure erstellt, sodass eine dauerhafte Weiterführung der Homepage gewährleistet ist. Die Kosten für den Betrieb der Seite sollen durch Einnahmen von Werbeflächen gedeckt werden.

 

Café im Haus der Begegnung
IIm Rahmen des Projektes wurde ein Stadtteilcafé im Clubraum des Hauses der Begegnung eingerichtet. Das Café soll an einem zentralen Ort im Stadtteil für die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit bieten, einen gemeinsamen Treffpunkt zu haben und neue Kontakte zu knüpfen. Es stellt einen Aufenthaltsort mit einer Verzehrmöglichkeit ohne Verzehrpflicht dar, in welchem miteinander geredet, gespielt, gestrickt oder gemalt werden kann. Durch die im Projekt angeschafften Einrichtungsgegenstände wurde eine ansprechende Raumatmosphäre geschaffen, die zum Verweilen einlädt. Von anderer Seite werden zeitnah weitere Ausstattungsgegenstände bereitgestellt werden, um das Café umfassend betreiben zu können.

Mit der Besetzung einer BFD-Stelle wird dann der Betrieb des Cafés in 2013 zu regelmäßigen Zeiten beginnen. Zusätzlich unterstützen Ehrenamtliche den Betrieb des Cafés, welches sowohl im Innen- als auch im Außenbereich genutzt werden kann. Ein Zeitpunkt, ab dem das Café in unterschiedlicher Art und Weise eine Nutzung erfahren wird, beispielsweise als Jugendcafé, als internationales Café oder auch als Raum zum (Karten-) Spielen.
Das Café stellt somit eine sozial-kulturelle Anlaufstelle für Gruppen, sowie Einzelpersonen dar und verbindet die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils. Nachbarschaftliche Kontakte können geknüpft und gepflegt werden. Durch die unterschiedlichen Ausrichtungen des Cafés werden darüber hinaus verschiedene Altersgruppen angesprochen.

 

Laternenumzug
In dem Projekt des FTSV Fortuna Elmshorn von 1890 e. V., welches in Kooperation mit dem Beratungszentrum der AWO und dem Verein der Freunde und Förderer des VCP Elmshorn durchgeführt wurde, organisierte dieser für den 16.11.2012 einen Laternenumzug mit Musik und Fackelträgern quer durch den Stadtteil. Kinder der therapeutischen Schularbeitengruppe der AWO und der Betreuungsgruppe an der Grundschule Hainholz konnten ihre Laternen in den Gruppen gemeinsam basteln, bevor diese auf dem Weg durch den Stadtteil zum Einsatz kamen. Viele Kinder und Eltern aus Sportverein, ansässigen Schulen und aus dem Stadtteil nahmen an dem Laternenumzug teil und sangen fröhlich Laternenlieder. Im Anschluss konnten sie sich beim gemeinsamen Zusammensein auf dem Sportgelände austauschen. Eine Gelegenheit, neue nachbarschaftliche Kontakte zu knüpfen. Aufgrund des großen Erfolges des Laternenumzuges soll dieser den Beginn für weitere Umzüge in den kommenden Jahren bilden.

 

 

Ihr Stadtteilverein Elmshorn-Hainholz.de